Lyrik

Die Glocken Vinetas. Gegenwart der Romantik

Johann Josef Claßen
Bergstadtverlag Wilhelm Gottlieb Korn, Freiburg 2011
Johann Joseph Claßen ist kein Vielschreiber. Das kann er auch gar nicht sein, dafür ist seine Lyrik im besten Sinne des Wortes zu verdichtet. Sprachrhythmus und Wortklang treffen sich mit präziser Suche nach dem richtigen Begriff. So werden diese in der Regel kurzen Gedichte zu ganzen Universen in Miniatur, bewahren einen Bilderreichtum, der mühelos Epochen überspringt. Claßen schreibt ganz kurze Gedichte, und doch könnte man über jedes wiederum lange Seiten Interpretation schreiben. Das beweist, dass dieser Dichter gut ist. Und die Spuren der verehrten, der geliebten Romantiker hellwach, dennoch sensibel und ohne Angst vor der Verstörung des Lesers anzusprechen vermag. (aus dem Nachwort von Dr. Monika Willer)