#LiteraturSommerHellweg

#LiteraturSommerHellweg in Hagen

Den Auftakt des #LiteraturSommerHellweg macht am Pfingstsonntag, den 09. Juni, ein literarisch-musikalischer Nachmittag im Hof des unter alten Platanenbäumen gelegenen Kunstquartiers in Hagen. Die Veranstaltung steht unter dem Titel "Begegnung im Zwischen" und setzt einen interkulturellen Schwerpunkt. Zu den Gästen zählen unter anderem der renommierte Migrationsforscher Mark Terkessidis, der im Gespräch mit Kulturjournalist Stefan Keim, der die Veranstaltung moderiert, sein neues Sachbuch "Wessen Erinnerung zählt? Koloniale Vergangenheit und Rassismus heute" präsentiert. Auch die Schriftstellerin Hatice Akyün zählt seit Jahren zu den wichtigen Impulsgebern in der deutschen Debatte um kulturelle Vielfalt. In ihren Romanen spiegelt sie die Lebensrealität einer ganzen Generation von "Gastarbeiterkindern" auf der Suche nach ihrer eigenen Identität wider. Und mit ihrem Buch "Einmal Hans in scharfer Soße" hat sie schon einmal erfolgreich die Herzen – und Lachmuskeln – des Hagener Publikums erobert. Augenzwinkernd-humoristisch setzt sich auch Adnan Maral mit Integrationsfragen auseinander. Der bekannte Schauspieler (u.a. "Türkisch für Anfänger") ist inzwischen auch als Autor unterwegs und nimmt in seinem neuen Buch die alltäglichen Realitäten in Deutschland aufs Korn: In "Süperopa" verwandelt sich der Rentner Kenan jedes Mal, wenn er Ayran trinkt, in einen fliegenden Superhelden. Passende musikalische Begleitung steuern zum einen die Hagener Musikerin Maren Lueg und ihre vier aus Syrien stammenden Bandkollegen mit einer Hommage an die ägyptische Sängerin Oum Kalthoum bei, zum anderen das mit dem "creole NRW Preis 2017" ausgezeichnete Duo Armaos-Rastani, das persische Klänge mit viel Spielwitz zu verknüpfen versteht.