Aufgeschlagen!

Förderprogramm "Aufgeschlagen!"

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+++ Aktuelle Information (Stand 18.05.2022) +++
Das Sonderprogramm "Aufgeschlagen!" des Landes Nordrhein-Westfalen ist bei der hiesigen Autor*innenschaft auf eine enorm große Resonanz gestoßen. Das freut uns einerseits sehr, führt andererseits aber dazu, dass wir gegenwärtig keine Förderzusagen mehr geben können. Durch die hohe Anzahl der in den letzten Wochen bei uns eingegangenen Anträge müssen wir davon ausgehen, dass die zur Verfügung stehenden Fördermittel nunmehr vollständig ausgeschöpft sind. Für die (eher unwahrscheinlichen) Fälle, dass ein Teil der von uns bislang noch nicht bearbeiteten Anträge den Förderkriterien nicht entspricht oder ein Teil der bereits zugesagten Fördermittel später nicht bei uns abgerufen wird, werden wir ab jetzt eine Nachrückerliste führen. Ob und wann wir noch weiteren Autor*innen eine Förderung ihrer Lesungsveranstaltung zusagen können, vermögen wir gegenwärtig aber leider nicht zu sagen.

Im Rahmen der Maßnahmen zum Erhalt der kulturellen Infrastruktur und der Weiterentwicklung der nordrhein-westfälischen Kulturszene im Zusammenhang mit der Bewältigung der Corona-Krise hat das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen unter dem Titel Aufgeschlagen! im April 2022 ein Sonderprogramm zur Förderung von hier ansässigen Autor*innen aufgelegt. Dieses soll ihnen dabei helfen, ihre künstlerische Arbeit fortzusetzen und sich und ihre Arbeit bei öffentlichen Präsenzveranstaltungen zu präsentieren. Förderanträge können ab sofort beim WLB gestellt werden.

In den nachfolgenden FAQs erhalten Sie Antworten auf die wichtigsten damit verbundenen Fragen:

Art, Zweck des Sonderprogramms
Das Sonderprogramm Aufgeschlagen! des Landes Nordrhein-Westfalen will Autor*innen dabei unterstützen, ihre künstlerische Arbeit trotz der noch erforderlichen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie fortzusetzen. Zu diesem Zweck sollen Fördermittel direkt an Autor*innen vergeben werden und diese dadurch in die Lage versetzt werden, ihre künstlerischen Arbeiten im Rahmen von öffentlichen Lesungen zu präsentieren.

Welche Vorhaben sind förderfähig?
Gefördert werden Lesungen eigener Werke von Autor*innen in nordrhein-westfälischen Institutionen und Einrichtungen in öffentlicher und privater Trägerschaft wie z.B. Bibliotheken, Buchhandlungen, Schulen, soziokulturellen Zentren, Kirchen, Synagogen, Moscheen, Kaufhäusern, Kranken- und Pflegeeinrichtungen, Brauchtumshallen, Vereinsheimen, Verwaltungsgebäuden, Gaststätten, Museen, Kinos, Parks, Gärten etc., die vor präsentem öffentlichen Publikum stattfinden. Die Lesungen sollten von üblicher Länge für ein solches Format sein. Sie müssen im Zeitraum 01. Mai bis 30. September 2022 stattfinden.

Wer kann einen Antrag stellen?
Antragsberechtigt sind professionell arbeitende Autor*innen mit Erstwohnsitz in Nordrhein-Westfalen. Als Nachweis für die professionelle Tätigkeit gilt die Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse, im Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller oder eine Vollmitgliedschaft in einem anderen Verband oder Verein, für die mindestens eine selbstständige Veröffentlichung in einem kommerziellen Verlag Voraussetzung ist. Dazu gehören u.a. SYNDIKAT e.V. - Verein für deutschsprachige Kriminalliteratur, DELIA - Verein zur Förderung deutschsprachiger Liebesromanliteratur e.V. (die Mitgliedschaft muss vor dem 01.04.2022 bestanden haben).

In welcher Höhe kann ich für eine Lesung Förderung erhalten?
Veranstaltungen innerhalb des Sonderprogramms werden bei erfolgter Zusage pauschal in Höhe von 800 EUR gefördert. Von diesem Betrag sind mindestens 500 EUR als Autor*innenhonorar vorgesehen, bis zu 300 EUR können für weitere im Zusammenhang mit der Veranstaltung anfallende Kosten verwendet werden. Dazu zählen insbesondere Kosten für Werbung, Raummiete, An- und Abreise zum Veranstaltungsort oder Moderation.

Wie stelle ich einen Förderantrag?
Für einen Förderantrag ist das entsprechende Antragsformular zu verwenden. Darin sind insbesondere anzugeben:
• Kontaktdaten
• der geplante Veranstaltungsort
• das Datum der geplanten Veranstaltung
• die geplante Dauer der Lesung
• eine kurze Beschreibung des vorgesehenen Ablaufs
• die Publikumskapazität des Veranstaltungsortes
• der Nachweis über die professionelle Tätigkeit als Autor*in.
Das Antragsformular kann postalisch oder per E-Mail an das Westfälische Literaturbüro in Unna e.V. als bewilligende Stelle geschickt werden.

Bis wann ist eine Antragstellung möglich?
Die Antragstellung kann zwischen dem 19. April und dem 31. Juli 2022 erfolgen bzw. so lange, wie innerhalb dieses Zeitraum noch Haushaltsmittel für das Sonderprogramm zur Verfügung stehen. Wir empfehlen Interessent*innen, sich frühzeitig und ggf. bereits vor der Antragstellung mit uns per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 02303 96 38 50 in Verbindung zu setzen.

Wo stelle ich einen Antrag?
Das Sonderprogramm Aufgeschlagen! wird betreut und umgesetzt durch das Westfälische Literaturbüro in Unna e.V.

Ihren Antrag senden Sie bitte postalisch an:
Westfälisches Literaturbüro in Unna e.V.
Nicolaistraße 3
59423 Unna

Oder per E-Mail an:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Beratungen können auch telefonisch erfolgen:
Tel. 02303 96 38 50

Wann wird über Anträge entschieden?
Über vollständig eingereichte Förderanträge wird laufend nach der Reihenfolge ihres Eingangs entschieden. Antragsteller*innen werden kurzfristig, in der Regel innerhalb einer Woche, über das Ergebnis benachrichtigt. Nicht fristgerecht, unvollständig oder formal nicht korrekt eingereichte Anträge werden nicht berücksichtigt. Ein Anspruch auf Gewährung einer Zuwendung besteht nicht.

Wie und wann wird die Fördersumme ausbezahlt?
Voraussetzung für den Erhalt von Fördermitteln ist eine positive Rückmeldung des Westfälischen Literaturbüros in Unna e.V. auf den vorab gestellten Förderantrag. Zwecks Abrufs der Fördermittel ist vom Antragssteller bzw. von der Antragstellerin im Anschluss an die durchgeführte Veranstaltung über das entsprechende Formblatt ein Verwendungsnachweis einzureichen. Die Beifügung von Rechnungsbelegen ist nicht erforderlich. Entsprechende Belege müssen jedoch vorhanden sein und sind durch den Antragsteller oder die Antragstellerin für den Fall einer Prüfung durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen für den Zeitraum von fünf Jahren aufzubewahren. Spätester Zeitpunkt zum Einreichen des Verwendungsnachweises ist der 31. Oktober 2022. Sobald alle notwendigen Unterlagen eingereicht und alle Förderbedingungen erfüllt sind, werden die Fördermittel durch das Westfälische Literaturbüro auf das angegebene Konto überwiesen.

Wie oft kann ich eine Förderung beantragen?
Autor*innen, die die Förderbedingungen erfüllen, können bis zu fünf Anträge für Lesungen an unterschiedlichen Veranstaltungsorten stellen.

Was muss ich hinsichtlich der Öffentlichkeitsarbeit bei der Ausrichtung einer Veranstaltung beachten?
In allen Bereichen der Öffentlichkeitarbeit (Pressemitteilungen, Werbemittel digital oder in Print etc.) ist folgendermaßen auf die Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen hinzuweisen: "Eine Veranstaltung im Rahmen des Sonderprogramms Aufgeschlagen! des Landes Nordrhein-Westfalen". Dabei ist der Name des Förderprogramms fett und mit Ausrufezeichen zu schreiben (keine Anführungszeichen, keine Verwendung von Kursivschrift, Großschrift, Kapitälchen etc.). Wo es möglich ist, ist zudem das Logo des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen zu setzen. Dieses wird Ihnen auf Nachfrage von uns zur Verfügung gestellt.

Wie ist das Verfahren bei einem coronabedingten Ausfall einer Veranstaltung?
Sobald aufgrund pandemiebedingter offizieller Anordnungen der Ausfall einer Veranstaltung droht, ist der Antragsteller bzw. die Antragstellerin verpflichtet, das Westfälische Literaturbüro darüber frühestmöglich zu unterrichten und das Eingehen weiterer finanzieller Verpflichtungen in Bezug auf die Veranstaltung so lange zu pausieren, bis sich alle beteiligten Parteien (inkl. Förderer) über das weitere Vorgehen verständigt haben. Kommt es aufgrund pandemiebedingter offizieller Anordnungen zum Ausfall, kann der Autor oder die Autorin ein Ausfallhonorar in Höhe von 335 EUR (brutto) geltend machen sowie zusätzlich Kosten in Höhe von maximal 300 EUR, die ihm oder ihr nachweislich im Zusammenhang mit der Veranstaltung und bereits vor Bekanntwerden des offiziellen Verbots entstanden sind.

Bei weiteren Fragen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf!

Dokumente für Antragsteller*innen: