Neue Bücher

Ausgewählte Neuerscheinungen westfälischer Autor*innen.

Liselotte Rauner Ein Stück Himmel. Gedichte und Epigramme

Ein Stück Himmel

Liselotte Rauner 
Volker W. Degener (Hrsg.)
Klartext, Essen 2020
Gedichte und Epigramme

Spät, erst Ende der 1960 Jahre, nahm Liselotte – kurz Lilo – Rauner das Gedichteschreiben ihrer Jugend wieder auf. Ihre Gedichte sind nachdenklich, sind politisch ohne Parteiengeplänkel, und sie sind voller Feingefühl für die Sprache, voller Poesie, die nicht fröhlichbunt daherkommt, sondern die Farben des Alltags zum Schillern, zum Schimmern bringt. (Klappentext)

Silberfunken Schattenflug

Silberfunken Schattenflug

Gerd Puls
Verlag Dortmunder Buch, Dortmund 2020

Geschichten und Gedichte querbeet
Gerd Puls liefert mit Silberfunken Schattenflug erneut einen vielfältigen engagierten Erzählband ab. In Zeitreisen, persönlichen Momentaufnahmen und Alltagsbeobachtungen verwebt er längst Vergangenes mit erlebter Gegenwart und Wirklichkeit.
In Kriminalgeschichten und humorvollen Schilderungen, gefolgt von Prosagedichten, bietet Puls neben reichlich Spannung und genau beobachtetem Lokalkolorit eindringliche und nachdenkliche Stimmungsbilder und tiefere Einsicht.

Vier Tage im Juni

Vier Tage im Juni

Jan-Christoph Nüse
Gmeiner-Verlag, 2020

Politthriller: John F. Kennedy besucht Deutschland, Millionen Menschen jubeln ihm zu. Die Polizei bildet zwar vorsorglich Mordkommissionen, aber deutsche und amerikanische Geheimdienste haben offiziell keine Hinweise auf Anschlagspläne. Als bereits am ersten Tag ein Mann auf den Präsidenten schießen will, wird deutlich: Kennedy hat in Deutschland mächtige Feinde. Sie halten den US-Präsidenten für zu nachgiebig gegenüber der Sowjetunion. Wie Bundeskanzler Adenauer wollen sie die deutsche Atombombe, um einen Überfall durch russische Panzer abwehren zu können.
(Klappentext)

Mord-Art

Mord-Art

Sigrid Drübbisch
OCM Verlag 2019

Die Kunst des Verbrechens hat neue Inspiration gefunden.

Karla Lang, Hauptkommissarin in Bochum, tritt ihren langersehnten Urlaub auf Föhr an. Ausgerechnet jetzt werden in Witten zwei Frauen tot aufgefunden. Der Täter präsentiert die Leichen in einer grotesken Installation - standesgemäß, denn bei den Opfern handelt es sich um Künstlerinnen. Auf Föhr stürzt Karla sich bereits gedanklich in die Ermittlungen, als sie plötzlich mit einem Vermisstenfall auf der Nordseeinsel konfrontiert wird: Zwei Frauen aus der Kunstszene sind spurlos verschwunden. Gibt es einen Zusammenhang? Gemeinsam mit den Kollegen auf Föhr und in der Heimat kommt Karla dem Rätsel auf die Spur. Schaffen sie es, weitere Morde zu vereiteln?

Tausendundein ort

Tausendundein Ort

Christina Müller-Gutowski
Arachne Verlag, Bonn 2020

Eine Hochhaussiedlung, eine Spielothek, ein Urlaubsidyll auf den Kanaren: In zwanzig Erzählungen entfaltet sich die Suche der Protagonist*innen nach Lebensentwürfen. Berührend, mehrdeutig, schräg. Mal als Flucht oder Transit, mal als bewusster Aufbruch: Eine verlassene Frau besteigt in HERZKIRSCHEN den schneebedeckten Baum vor ihrem Fenster. In TAUSENDUNDEIN ORT verbringt ein krebskranker Mann seine Tage am Hauptbahnhof seiner Heimatstadt. Die betagte Frau aus EINE KURZE NACHTGESCHICHTE liegt auf dem Straßenpflaster in Augenhöhe mit einem Löwenzahn. Sie alle, pendelnd zwischen Herkunft und Zukunft, sind unterwegs zu ihrem Sehnsuchtsort.

Unheimlich weihnachtlich!

Unheimlich weihnachtlich!

Andrea Gerecke
Wartberg Verlag, Gudensberg 2020

Unheimlich weihnachtlich! Böse Geschichten aus Westfalen Wartberg Verlag, Gudensberg 2020 „Stille Nacht, heilige Nacht“ – nicht immer kommt sie so daher, wie sie sollte: friedvoll, glückbringend, seligmachend – die gesamte Familie mit strahlenden, zufriedenen Gesichtern. Es kann mitunter auch mal düster, gruselig, mysteriös oder gar mörderisch zugehen an Weihnachten. Da bleiben einem dann Pickert oder westfälischer Schinken glatt im Halse stecken, ob in Bielefeld, Paderborn, Dortmund oder Bochum. Jede Ecke in Westfalen hat so ihre kleinen Geheimnisse, die gelüftet und in einer Geschichte verpackt werden, mit einer Spur Ironie, einer Prise Zynismus, einem Hauch von Bissigkeit und einem winzigen bisschen Sarkasmus. Da und dort gibt es einen wahren Kern, den Sie entdecken dürfen. Zum Vorlesen oder als Gute-Nacht-Geschichten zum Selberlesen – und wenn der Gänsehauteffekt eintritt, Bettdecke höher ziehen!
(Klappentext)

Lieb Kind

Lieb Kind

Patricia Malcher
Text/Rahmen, Wien 2020

Jens (39) ist ein guter Mensch geworden. Was, nach Meinung seiner Mutter Marianne (63), nicht zu erwarten gewesen war. Beide verbindet eine enge, unheilvolle Beziehung, die Auswirkungen auf Jens‘ Liebesleben hat. Kathrin, seine langjährige Partnerin, bricht den Kontakt ab und enthält ihm ihren gemeinsamen Sohn vor. Als Jens sich in Pia verliebt, wird es Zeit, die dominante Verbindung zu seiner Mutter zu kappen. Doch Marianne ist anderer Ansicht. Denn sie hat einen guten Grund, Jens im Auge zu behalten.
(Klappentext)

Über die blaue Steppe

Über die blaue Steppe

Matthias Engels, Thomas Kade, Thorsten Trelenberg (Hrsg.)
Gorki - Pjatigorsk
Dortmunder Buch, Dortmund 2020

Ein literarischer Jubiläumsgruß zum 100jährigen Bestehen der Zentralen Stadtbibliothek M. Gorki - Pjatigorsk

Auch in schwierigen Zeiten gelingen über Ländergrenzen hinweg wunderbare Projekte. Unter dem Titel “Über die blaue Steppe” präsentiert der Lyriker und Flusspoet Thorsten Trelenberg einen literarischen Jubiläumsgruß zum 100jährigen Bestehen der Zentralen Stadtbibliothek M. Gorki in Pjatigorsk. Gemeinsam mit seinen Mitherausgebern Matthias Engels und Thomas Kade freut sich Thorsten Trelenberg über die rege Begeisterung der Mitschreibenden. “Schnell hatten wir 25 Autor*innen zusammen, die zum Gelingen dieses internationalen Projektes ihren Beitrag leisten wollten”, erzählt Trelenberg. Die nun vorliegende zweisprachige Anthologie ist eine weitere Veröffentlichung in dem von Erich Fritz und Thorsten Trelenberg initiierten Westfälisch-Kaukasischen-Literaturkreises. Für die großartige Unterstützung bedanken sich alle Mitwirkenden bei der Auslandsgesellschaft.de und der Deutsch-Russischen-Akademie-Ruhr.

Vorhang zu!

Vorhang zu!

Andre Storm
KBV-Verlag, Juni 2020

Mysteriöse Sabotageakte im Dortmunder Zack-Varieté, ein tragischer Unfall der Schlangenbeschwörerin Lily Polley, der sich als Mordanschlag herausstellt und mittendrin Dortmunds Vorstadtzauberer Ben Pruss …
Am Ort des Geschehens ist der nicht etwa in seiner Funktion als Zauberkünstler – ein Auftritt im Varieté wäre doch eine Nummer zu groß für ihn – sondern als Privatdetektiv.
Leider ist aber auch das eine Nummer zu groß für ihn, denn Ben hat überhaupt keine Ahnung von der Arbeit eines privaten Ermittlers. Und von Mord war schon mal gar nicht die Rede! Doch zum Aussteigen ist es jetzt zu spät, denn Ben steht selbst auf der Liste der Verdächtigen …
Ein Roman, so grau wie der Himmel zu Zeiten von Kohle und Stahl. Und gespickt mit allen Facetten, die den Ruhrpott so bunt, humorvoll und selbstironisch zeigen, wie er zu allen Zeiten war.

Zwischen Emscher und Paschenberg

Zwischen Emscher und Paschenberg: Miniaturen aus einer Kindheit und Jugend im Ruhrgebiet

Heinz Schumacher
Athena Verlag, Oberhausen 2020

Wie in einer Zeitreise wird uns eine Welt vorgestellt, die es heute so nicht mehr gibt, deren Lebensgefühl der Autor mit knappen Worten, aber mit Präzision vor uns erstehen lässt.
Abläufe im Alltag eines Kindes, eines Jugendlichen zwischen Emscher und Paschenberg, die es bis auf regionale Besonderheiten auch in anderen Gegenden der Republik ähnlich gab.
Der Hof des Mehrfamilienhauses als Lebenswelt, eine Familie unter den für die Nachkriegszeit typischen Exis­tenzbedingungen, eigenartig-kauzige Individuen, die das Stadtbild mitprägen, die Schule als unangefochtene Autorität, die Kirche als machtvolle Institution, die kriegsversehrten Männer. Doch auch so wunderbare Erscheinungen wie Lurchi-Hefte, das Aufkommen von Genüssen wie »Kalte Schnauze«, die Taubenzucht, Wanderungen und Verwandtenbesuch mit Wicküler oder Dortmunder Union am »Sonntag in der kleinen Stadt«. Nicht zu vergessen die Buttercremetorte und der Garten als erholsames, gepflegtes Paradies. Ein Rückblick auf ein Damals, das viele kennen, aber auch »ein Versuch, etwas zu bewahren und der Endgültigkeit des Vergessens zu widersprechen «
Das alles mag schon oft erzählt worden sein, aber der Autor verleiht seinem Werk eine besondere Dichte durch literarische Bezüge und eigene philosophisch anmutende Vorbemerkungen und Zwischentexte. Er schreibt seine Erinnerungen, erlaubt aber mit Hemingway, dass der Leser dieses Buch auch als Werk der Fantasie ansehen darf.
(Klappentext)