Neue Bücher

Ausgewählte Neuerscheinungen westfälischer Autor*innen.

Sprung von der brücke

Sprung von der Brücke

Heinrich Peuckmann
Lychatz-Verlag, Leipzig 2021

Ein Mann springt von einer Brücke. Spuren von Gewalt sind nicht erkennbar, also muss es sich um einen Selbstmord handeln, denkt die Polizei. Aber Ehefrau und Tochter des Toten wollen das nicht glauben. Sie bitten den pensionierten Kommissar Bernhard Völkel nachzuforschen.
Der Tote war viel zu optimistisch, warum sollte er sich umbringen? Völkel beginnt zögerlich zu recherchieren, als aber kurz darauf wieder ein Mann von einer Brücke springt, merkt er, dass mehr dahintersteckt. Nach und nach wird eine tragische, schreckliche Geschichte erkennbar, die längst vergessen schien.

Wie alles begann und wer dabei umkam

Wie alles begann und wer dabei umkam

Simon Urban
Kiepenheuer & Witsch, Köln 2021

Wo endet ein hochbegabter Jurastudent, der an der Unantastbarkeit der Gesetze verzweifelt und beschließt, das Recht selbst in die Hand zu nehmen? In einer Gefängniszelle! Was aber zwischendurch geschieht, ist so unglaublich und derart böse und witzig erzählt, dass einem die Luft wegbleibt.
Simon Urbans Roman ist ein furioses Schelmenstück, eine gnadenlose Gesellschaftsanalyse und eine literarisch-brillante Auseinandersetzung mit den Regelwerken, die unser aller Leben bestimmen.
(Klappentext)

Die erste Bahn

Die erste Bahn

Markus Veith
OCM, Dortmund 2021

Kai Trollmann verpasst die letzte U-Bahn. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als auf die erste Bahn des nächsten Morgens zu warten. Er bekommt Gesellschaft von Helen, einer älteren Frau.

„Ich bin deine Tochter. Ich komme aus der Zukunft. Und ich werde dich erschießen.“

Durch eine fatale Wendung werden sie gezwungen, die Zeit bis zur Ankunft der Bahn gemeinsam zu verbringen: Kai und seine mögliche Zukunft. Helen und das vergangene Leben mit ihrem Vater. Und eine Gegenwart, die alles verändern könnte.

(Klappentext)

Verfehlt

Verfehlt

Christiane Dieckerhoff
Aufbau Verlag, Berlin 2021
Ein Spreewald-Krimi

Tod auf dem Spreewaldfest.
Kommissarin Klaudia Wagner und ihr Team sind auf dem Spreewaldfest darauf eingestellt, Betrunkene aus dem Verkehr zu ziehen und Streitigkeiten zu schlichten, doch dann fällt der Schützenkönig ermordet ins Hafenbecken. Während die Rettungskräfte noch damit beschäftigt sind, die Leiche zu bergen, verfehlt ein Wurfmesser den alten Schiebschick, Klaudias väterlichen Freund. Es gibt sogar eine Beschreibung des Täters: eine Gestalt in einem Gurkenkostüm. Als Klaudia Wagner mit ihrem Freund reden will, findet sie ihn mit einem Messer im Rücken lebensgefährlich verletzt. Ganz Lübbenau ist in Aufruhr. Ist das der Beginn einer Mordserie?
(Klappentext)

Gerd Puls Lesebuch

Gerd Puls Lesebuch

Walter Gödden (Hrsg.)
Zusammengestellt von Arnold Maxwill
Nylands Kleine Westfälische Bibliothek 104,
Aisthesis Verlag, Bielefeld 2021

Ungewissheit bleibt, und das ist gut. Da kann ich weitermachen, immer wieder neu anfangen, egal wie der Wind weht. Ein neuer Text, ein weiteres Bild: immer bleibt und kommt etwas, das es wert ist, bearbeitet, beschrieben, festgehalten zu werden. Ich möchte klarer sehen, mir klarer werden über dies und jenes, möchte weiter sehen, wie sich etwas entwickelt, weiter schildern, woher etwas kommt, wohin etwas geht.
(Klappentext)

zeus und Goldenberg

Zeus und Goldenberg

F. J. Brüseke
Dittrich Verlag, Weilerswist-Metternich 2021

Die Geschichte einer außergewöhnlichen Freundschaft.
Hamm, im Jahr 1936. Hier, am östlichen Rand des Ruhrgebiets, treffen sich Zeus, ein junger Kommunist, und Goldenberg, ein ungläubiger Jude. Ein Pfarrer hat die beiden in seiner Gemeinde aufgenommen und hält sie versteckt, getarnt als Küster und Bibliothekar. Das geht so lange gut, bis der Pfarrer ins Visier der Nazis gerät. Zeus verhilft Goldenberg zur Flucht und muss bald selbst das Land verlassen. Für die Freunde beginnt eine gefährliche Odyssee. Goldenberg verschlägt es nach Paris, während Zeus unmittelbar an die Front gerät. Der Autor erzählt die spannende Geschichte zweier ungleicher Männer, deren Schicksale in den Kriegswirren miteinander verknüpft werden, und deren Freundschaft auch die Nachkriegsjahre noch überdauert.
(Klappentext)

Josef Krug Lesebuch

Josef Krug Lesebuch

Walter Gödden (Hrsg.)
Zusammengestellt von Walter Gödden
Nylands Kleine Westfälische Bibliothek 102,
Aisthesis Verlag, Bielefeld 2021

Einmal vor Jahren im Herbst joggte ich in der Abenddämmerung durch den Wald abwärts und sah vor mir auf dem Pfad ein Rudel Mufflons. Statt gefälligst auszuweichen, blieben sie stehen. Ein Widder kam mir sogar entgegen. Ich stutzte. Begriff der Kerl denn nicht, dass hier ein Mensch gejoggt kam und er als Tier – zwar größer, breiter als zum Beispiel ein Schäferhund, aber doch Pflanzenfresser, wenn auch gehörnt! – mir auszuweichen hatte? Er tat noch einmal einige Schritte auf mich zu. Ich zog es vor, im Bogen um die Herde herumzulaufen.
(Klappentext)

Krawattennazis

Krawattennazis

Peter Langer
OCM, Dortmund 2021

Ein Kleinstadt-Kommissar und ein freier Journalist der örtlichen Lokalzeitung ermitteln in einem höchst dubiosen Mordfall, der sie immer tiefer hineinzieht in einen Sumpf aus Scheinheiligkeit, Machtgier, Korruption und Gewaltbereitschaft, dessen Abgründe dunkler zu sein scheinen, als jeder Grubenschacht. Und was der Ermittler nicht weiß: Auch sein Freund, der Journalist, hat eine Vergangenheit, die er am liebsten niemals preisgeben würde.
(Klappentext)

Wie´s früher in der Schule war …

Wie´s früher in der Schule war …

Hermann Multhaupt (Hrsg.)
St. Benno Verlag, Leipzig

Schiefertafel, Griffel und Tintenfass, Knaben- und Mädchenschulen, der Schulweg in Holzpantinen: Es gibt nur noch wenige Zeitzeugen, die Schule anno dazumal selbst erlebt haben. In diesem Buch erinnern sich 24 von ihnen an den Schulalltag in den 1920er bis 1940er Jahren. Sie berichten vo Kohlesammeln für den Ofen im Klassenzimmer, von den Schrullen ihrer Lehrer, von der morgendlichen Messe, die nicht versäumt werden durfte, und erzählen die besten Anekdoten aus ihrer Schulzeit. Ein heiter-nostalgisches Lesevergnügen, das Erinnerung an alte Zeiten weckt.
(Klappentext)

Der RAbe des Köhlers

Der Rabe des Köhlers

Bruno Schmidt
Woll-Verlag, Schmallenberg 2021

Ende des 2. Weltkriegs in einem kleinen Dorf im Sauerland. Der Köhler des Dorfs erlebt mit seinem Sohn die letzten Kriegstage hoch oben im Wald neben seinem rauchenden Meiler. Unten im Dorf bereiten sich die Bewohner auf die Eroberung durch die Amerikaner vor.
Der Köhler und sein Sohn werden plötzlich in den Krieg hineingezogen, dem sie hier oben am Berg eigentlich entgehen wollten. Ein gezähmter Rabe des Köhlers spielt dabei eine entscheidende Rolle. Sie erleben dramatische Tage, deren Ereignisse aber auch noch lange nach dem Krieg im Dunkeln bleiben und jahrelang zu Gerüchten Anlass geben.
Erst viele Jahre später kommen die verschwiegenen Vorfälle ans Licht. Und erst mit der späten Aufklärung von Geheimnissen durch einen amerikanischen Kriegsveteranen werden die Ereignisse der letzten Kriegstage für alle Dorfbewohner offengelegt.
(Klappentext)